In der Region

Landwirtschaft hautnah erlebt

Rauf auf den Trecker und rein ins Feld. Meinen diesjährigen Praktikumstag habe ich in der Landwirtschaft absolviert und dabei sehr viel dazugelernt. Der Landwirt von heute ist Techniker, ITler, Bio-Chemiker und BWLer in einer Person. Ein vielfältiger und herausfordernder Beruf.

Schon im letzten Jahr habe ich als Bundestagsabgeordnete in der politischen Sommerpause einen Praktikumstag gemacht. In der damaligen Sommerzeit war ich beim Sicherheitsdienst am Flughafen Schönefeld
In diesem Jahr ging es nun in die Landwirtschaft. Um einzelne Berufsfelder verstehen zu können, ist es wichtig, diese auch erlebt zu haben. Ich halte es für ausgesprochen wichtig, dass wir Politiker im engen Austausch mit der Praxis stehen. Als Vertreterin für den Wahlkreis 60 treffe ich immer wieder auf Landwirte, die mir ihre Probleme erzählen. Besonders auffällig dabei ist, der schlechte Ruf mit dem die Landwirte immer wieder zu kämpfen haben. Auch der Besuch von Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner machte deutlich, welche Herausforderungen die Landwirte bewältigen müssen und wie sie aufgrund immer neuer Verordnungen zwischen Gesetzgeber und öffentlicher Wahrnehmung stehen.
Bei meinem heutigen Besuch wollte ich die Abläufe in der Landwirtschaft kennen lernen und erfahren, wie viel Kritik an der Landwirtschaft berechtigt ist.
Längst ist der Beruf des Landwirts nicht mehr nur körperlich geprägt, sondern in zunehmendem Maße höchst vielfältig und wissenschaftlich ausgerichtet. Ich war sehr erstaunt über den technischen Fortschritt und über das Knowhow, mit dem heute in der Landwirtschaft gearbeitet wird. Das setzt allerdings auch voraus, dass die Landwirte vielfältig geschult sind und sich immer wieder auf den neuesten Stand der Technik bringen. Angefangen vom Trecker bis hin zu den verschiedenen Landmaschinen die es für Aussaat, Düngung und Ernte benötigt. Neben der Beschaffenheit von Ackerböden, Fruchtfolgen und Schädlingsbekämpfung muss der Landwirt gut kalkulieren können.
Erleichterung bietet ihm das satellitengesteuerte IT-System. Hier werden alle Daten eines Feldes über mehrere Jahre erfasst und geben Aufschluss über Erträge, Beschaffenheit und können an den jeweiligen Mitarbeiter auf dem Feld zur Bearbeitung übertragen werden. Entgegen der öffentlichen Meinung ist der Landwirt stark darauf bedacht mit wenig Aufwand den höchsten Ertrag zu erzielen. Dank der Bodenanalyse, den Satellitenbildern und der Fahrzeugtechnik kann der Landwirt seine Aussaat, Düngung und Wässerung gezielt steuern. Ein sehr beeindruckendes System, das ständig weiterentwickelt wird, um Kosten zu sparen und die Arbeit in der Landwirtschaft zu erleichtern. Ziel muss es sein, die Vorurteile gegenüber den Landwirten abzubauen. Hier sehe ich auch die Politik in der Verantwortung. Ich werde mich daher in meiner Funktion als Bundestagsabgeordnete dafür besonders einsetzen. Ich kann nur jedem empfehlen, sich einen genaueren Einblick in die Landwirtschaft zu verschaffen. Es lohnt sich!
Ich danke dem Vorsitzenden der Havelland-agrar Weseram e.G., Herrn Marten Woellner, dem stellv. Vorsitzenden Herrn Steffen Peters sowie den Mitarbeitern vor Ort, die uns einen ganzen Tag so eindrücklich ihre Arbeit vorgestellt haben.


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