In der Region

Mehr Sicherheit und Ordnung in Brandenburg

Autobahneinsätze, Hochwasser oder Brandkatastrophen sowie die Ausstattung von Freiwilligen Feuerwehren sind nur vier der Themen, die bei einem Bürgergespräch am 12. August 2019 mit dem Innenminister von Nordrhein-Westfalen, Herrn Herbert Reul und Franz-Herbert Schäfer in Jeserig diskutiert wurden.

Ich habe mich sehr gefreut, dass so viele Bürgerinnen und Bürger an dieser Veranstaltung teilgenommen haben. Die ehrenamtliche Arbeit in den vielen Vereinen und Organisationen liegt mir sehr am Herzen. Was hier exemplarisch von der Feuerwehr geleistet wird, verdient größten Respekt und höchste Anerkennung.

Löschwasser gegen Personalnot Mittlerweile freut sich die Feuerwehr Jeserig über eine schlagkräftige Truppe von 25 Kindern und Jugendlichen sowie 34 Einsatzkräfte die im Notfall bereit stehen. Das war aber nicht immer so, erzählt Ortswehrführer Carsten Uwe Groth. „Derzeit sind wir gut ausgestattet, es kann aber immer besser sein.“ Mit der Verteilung von Löschwasser in Flaschen an die Menschen, wollte die Feuerwehr Jeserig 2017 auf ihre Situation im Dorf aufmerksam machen. Diese Aktion brachte ihnen nicht nur neue Kameraden für die Gemeindewehr, sondern landesweite Aufmerksamkeit und Anerkennung.
Als großes Problem sieht der Ortswehrführer den demografischen Wandel und die vielen Pendlerströme, die es den Mitgliedern im Notfall schwer machen, aufgrund von Arbeitsplatzdistanz, bei den Einsätzen dabei zu sein. Hinzu kommt die mangelnde Bereitschaft der Bürgerinnen und Bürgerden ersten Schritt in die Feuerwehr zu tätigen und aktiv zu werden.  Besonders bei Autobahnunfällen und Waldbränden wie im Jahr 2018 müssen die Freiwilligen Feuerwehren gut ausgestattet und personell sehr gut geschult sein. Beides muss von politischer Seite stärker gefördert werden. Wertschätzung beginnt nicht im Reden und Versprechen, sondern in der Umsetzung. Wenn es Menschen gibt, die sich unter Einsatz ihres eigenen Lebens engagieren, dann müssen diese ehrenamtlichen Kräfte gut ausgestattet und vor allem in Notsituationen abgesichert werden. Dazu zählen Fahrzeuge mit modernster Technik, Gerätehäuser und Sicherheitskleidung sowie Absicherung in der Rente, Invalidität und im Todesfall. Letzteres sollte nie zum Tragen kommen und doch muss die Politik die Weichen für die Absicherung stellen. 
Wir als politische Akteure können einen wesentlichen Beitrag dafür leisten, diese Grundlagen zu schaffen. Wir haben schon einiges bewegen können, wie zum Beispiel die Zusatzrente für Kameradinnen und Kameraden. Dennoch müssen Bund und Länder noch viel stärker zusammenarbeiten, um in allen Bereichen das Standardniveau anzuheben.


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